Marburg wird klimafreundlicher durch den Batterie-Oberleitungs-Bus
Die Universitätsstadt Marburg hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen und sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2030. Ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung dieses Ziels wird dabei das Batterie-Oberleitungsbus-Projekt spielen.
Der BOB fährt rein elektrisch und bezieht seinen Energiebedarf aus einer Oberleitungsanlage. Durch eine kleine zusätzliche Batterie ist er flexibel und kann auch Strecken ohne Oberleitungskontakt fahren und ist somit emissionsfrei unterwegs. Bis zum Jahr 2030 sollen die Stadtbuslinien 7 und 27 auf Teilstrecken mit Oberleitungen ausgerüstet werden und den regulären Betrieb mit dem BOB aufnehmen.
Der wesentliche Teil der Ladeinfrastruktur soll in Form eines Oberleitungssystems errichtet werden, um neben der Ladung der Batterie auch die notwendige Traktionsenergie für die anspruchsvolle Topografie im Liniennetz der Marburger Innenstadt und auf den Lahnbergen zur Verfügung zu stellen.
Für den Antrag zur Planfeststellung übernahmen die Vössing Ingenieure innerhalb einer ARGE mit IFB Institut für Bahntechnik GmbH die Planungen zur Anpassung der Verkehrsanlagen bzw. die Prüfungen des bestehenden Straßenraums. Zur Erfüllung der Mindestanforderungen an die Planunterlagen wurden u. a. Übersichtspläne, Schnittzeichnungen verschiedener Querschnitte für die Oberleitungsbauformen und Fahrleitungskonfigurationen, Lagepläne mit Darstellung der Trassenverläufe und Verspannungssituationen, ein integrierter Straßenraumentwurf sowie Beschilderungs-/Markierungspläne und Mengenermittlungen aufgestellt.
Vergangenen Freitag wurde der Planfeststellungsbeschluss zur Umstellung auf Batterie-Oberleitungsbusse im historischen Rathaussaal der Universitätsstadt Marburg von Dr. Christoph Ullrich, Präsident des Regierungspräsidiums Gießen, feierlich an den Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies übergeben.
Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr gefördert und von der NOW GmbH unterstützt.