Die Süderelbe - Vier neue Bahnbrücken für Hamburg

Im Norden steht Deutschlands Schieneninfrastruktur vor einem ihrer größten Erneuerungsprojekte: Die vier Eisenbahnbrücken über die Süderelbe in Hamburg, die täglich von rund 1.000 Zügen befahren werden, haben nach rund 50 Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und müssen vollständig neu gebaut werden.

Als ARGE Vössing/Grassl tragen wir im Auftrag der DB Netz AG die technische Gesamtverantwortung für die Planungsleistungen, koordinieren die Planungsbeiträge aller Partner inklusive des entsprechenden Schnittstellenmanagements und verantworten die übergeordnete Qualitätssicherung.

Mitte September hatten wir gemeinsam mit dem Ingenieurbüro GRASSL die Gelegenheit, die Pfahlprobebelastung für die Gründung der Widerlager der Süderelbbrücken vor Ort zu verfolgen. Dabei wird ein Großbohrpfahl aus Ortbeton axial über hydraulische Pressen gegen ein Reaktionssystem belastet. Die aufgebrachte Last wird stufenweise gesteigert, wobei Setzungen und Rückfederungen des Pfahlkopfes mit Wegaufnehmern präzise gemessen werden, bis die vorgesehene Prüflast oder die Grenztragfähigkeit erreicht ist.

Aus den gemessenen Last-Setzungs-Kurven lassen sich Pfahltragfähigkeit, Grenzsetzung und Sicherheitsreserven ableiten, die als Grundlage für die statische Bemessung und die Festlegung zulässiger Gebrauchslasten der Bauwerkspfähle dienen.

Ein spannender Einblick in ein Projekt, das die Schieneninfrastruktur im Norden für die kommenden Jahrzehnte sichert.

Impressionen